Naziaufmarsch in Neuss

13. Oktober 2007 | 12 Uhr | Marienkirchplatz (Hauptausgang Hbf)

„Nazis von der Straße fegen!“

Für Samstag, den 13. Oktober 2007, rufen Neonazis aus dem Spektrum der NPD und der „Freien Kameradschaften“ zu einer Demonstration durch die Neusser Innenstadt auf. Als Anmelder fungieren “regionale NPD-Strukturen”, als stellvertretender Versammlungsleiter wird der notorische Neonazi Christian Malcoci genannt. Dies ist der vorläufige Höhepunkt der seit über zwei Jahren zunehmend im Rhein-Kreis Neuss zu beobachtenden Aktivitäten organisierter Neonazi-Strukturen. Besonders hervor taten sich hierbei bislang der NPD-Ortsverband und die „Freien Nationalisten Neuss“. Diese beiden teilweise personenidentischen Gruppierungen führten wiederholt gemeinsame Kundgebungen und so genannte Mahnwachen in Neuss, Grevenbroich und Dormagen durch, bei denen immer wieder Andersdenkende bedroht wurden, und nahmen deutschlandweit sowie im benachbarten Ausland an Neonazi-Aufmärschen teil. Allerdings sahen sie sich auch verstärkt mit antifaschistischem Widerstand konfrontiert, etwa in Form einer erfolgreichen Anti-Nazi-Demonstration im August 2007. Mit Hilfe benachbarter NPD-Kreisverbände und „Freier Kameradschaften“ versuchen die Neusser Neonazis nun offenbar, sich wieder aus der Defensive zu befreien.
Wir werden es nicht zulassen, dass Neonazis ungestört ihre menschenverachtende Hetze zur Schau stellen können!
Zeigen wir NPD und „Freien Kameradschaften“, dass sie weder in Neuss noch sonst wo erwünscht sind!

Am 13. Oktober 2007 „Nazis von der Straße fegen!“

Infos folgen

Erneut Nazidemo in Gelsenkirchen

Wie schon am vergangenen Samstag wollen Autonome Nationalisten wieder in Gelsenkirchen auflaufen.
Die Nazis wollen sich am 3. Oktober um 11 Uhr am Bahnhof GE-Buer Nord treffen.

Als Treffpunkte für Gegenaktionen können zwei vom Bündnis gegen Rechts angemeldete Kundgebungen

am
* Urbanus Kirchplatz
oder
* Marlerstraße/Polsumerstraße

genutzt werden.

Weitere Infos hier.

NPD in Solingen

Morgen, am 22. Septmeber hat die NPD in Solingen einen Infostand angemeldet. Der Stand wird sich auf der Düsseldorfer Straße befinden, in Höhe des Wochenmarktes. Angemeldet ist der Stand von 10-13 Uhr.
Ein Protest von Parteien, Bündnissen und ähnlichem hat sich bereits angekündigt.

Also wer am Samstag noch nichts besseres vor hat, darf gerne nach Solingen fahren und den Stand blockieren!

Demo für eine Selbstbestimmte Jugendkultur in Mülheim a.d. Ruhr

Mülheim, die Stadt am Fluss…Die Stadt, die noch mehr an den Fluss will…Die Stadt, die endlich wieder lebenswert sein will, weil es sich nicht mehr leben lässt. Endlich mal wieder gediegen am Fluss entlang flanieren, mit schönem Ausblick aufs Wasser, ein schönes Hafenbecken, wo die Boote in Scharen anlegen werden. Sich gemütlich in ein Cafe setzen, seinen Latte Macciato für 3,50 € trinken, und dabei das Leben genießen, wenn Mensch wieder in seine Loft im Stadtbad zurückkehrt. Bei Sonnenschein in einer Liege am Ruhrbania- Beach liegen, ein Bierchen trinken…Eine schöne Vorstellung für Menschen jenseits der 50, die das entsprechende Geld haben. Der absolute Alptraum für Menschen, die Wert auf Räume legen, die für alle nutzbar sind, die kritische Kunst, wie es sie Kino Rio gegeben hat, lieben, oder auch ihr Leben genießen wollen, ohne dafür erst die Berechtigung durch entsprechendes Kleingeld erkaufen zu müssen. Die Ideen, die durch unsere städtischen Abgeordneten unter dem Namen „Ruhrbania“ in Form gegossen wurden, sind für eines gut: Konsum, konsumieren, Geld ausgeben. Hierauf gehen wir auch noch ein, aber an dieser Stelle bleibt fest zu stellen, dass Plätze und Räume verknappt werden, die dringend benötigt werden. Plätze, welche die freie Entfaltung von Menschen, insbesondere von Jugendlichen, zulassen, und zwar ohne Vorbedingung, ohne etwas konsumieren oder sich direkt einem Konzept unterordnen zu müssen.

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Mülheim a.d. Ruhr
15. September
14 uhr
Kurt-Schumacher-Platz

Autonome Nationalisten Leverkusen/Leichlingen

Offenbar hat sich eine Gruppe „Autonomer Nationalisten“ aus Leverkusen und Leichlingen formiert. Diese ist dann auch direkt mit in die Aktionsgruppe Rheinland eingetreten. Generell ist in letzter Zeit vermehrte Aktivitäten von Neonazis, insbesondere von autonomen Nationalisten im Rheinland wahrzunehmen. Besonders in Pulheim und im Raum Aachen gab es vermehrt Aktivitäten.

Es ist davon auszugehen das ein großer Teil dieser Nazis auf der Demo in Düren am 22. September anwesend sein wird.

Bundeswehr wegtreten in Düsseldorf

Bundeswehr wegtreten!
Protestaktion bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf!

Heute am 13.9.2007 protestierten um 14 Uhr 30 Menschen, die Friedensgruppen, antifaschistischen und anderen Gruppen angehörten gegen die Rekrutierungsversuche der Bundeswehr bei der Agentur für Arbeit. Sie verteilten Flugblätter an die Agentur-BesucherInnen und machten mit großen Transparenten, auf denen sie verlangten „Bundeswehr wegtreten“. Viele der Agentur-BesucherInnen und auch PassantInnen waren erstaunt und erbost, dass die Agentur für Arbeit Erfüllungsgehilfe für die Bundeswehr spielt.

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siehe auch: Bundeswehr wegtreten

Weg mit Covance!

Covance dichtmachen! Jetzt erst recht!
Für die Abschaffung aller Tierversuche!

Die Firma COVANCE LABORATORIES betreibt in Münster eines der größten Tierversuchslabore Europas. Dort werden zurzeit ca. 1500 Affen in winzigen Metallgitterkäfigen gefangen gehalten, von denen jedes Jahr 1000 durch grausame Tierversuche der rund 200 MitarbeiterInnen zu Tode gequält werden. Letztes Jahr wurde die Anlage sogar um 48 Tierräume und 50 Labore erweitert.

Es heißt man forsche im Auftrag des medizinischen Fortschritts. Dabei belegen zahlreiche Beispiele und wissenschaftliche Studien, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragbar sind. Ganz im Gegenteil:
Oftmals reagieren Menschen absolut anders auf bestimmte Mittel als Affen.
Nicht zuletzt, weil ganze Wirtschaftszweige von den Tierversuchen profitieren, setzt man dennoch weiter auf solche grausamen Experimente an Individuen, die Gefühle empfinden, anstatt sich an modernen medizinischen Methoden (Prävention, Versuche an menschlichen Zellkulturen, Computersimulationen u.v.m.) zu bedienen.

Wir fordern die sofortige Schließung von Covance und die weltweite Abschaffung aller Tierversuche.

Demonstration
22. September
13 Uhr Hbf Münster

Pro Köln und Holger Apfel

Am gestrigen Dienstag, den 11.September 2007, sollte in der Gaststätte „Parkrestaurant Kasino“ [Neusser Landstr. 406, 50769 Köln] erneut ein Treffen von führenden Rechtsextremen stattfinden. Im Rahmen der so genannten Dienstagsgespräche war diesmal Holger Apfel, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der NPD im sächsischen Landtag als Referent eingeladen. Referieren sollte er zum Thema „Nationale Politik im Landtag“, anwesend waren u.a fast die komplette Führungsriege der selbst ernannten Bürgerbewegungen „pro Köln“ und „pro NRW“. So z.B. Markus Beisicht [Vorsitzender von „pro Köln“ und „pro NRW“], Markus Wiener [„pro NRW“ Generalsekretär], Daniel Schöppe [stellvertretende Vorsitzende pro NRW] und Bernd M. Schöppe [Geschäftsführer pro NRW]. Zur Veranstaltung kam es dann aber doch nicht. Nachdem der Betreiber der Gaststätte auf seine Gäste aufmerksam gemacht wurde, konnten die Rechtsextremen ihr Treffen dort nicht abhalten und hielten ihre Veranstaltung in einer nahegelegenen Gaststätte ab.

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Demo in Düren

Samstags bleibt das Sofa leer!
Für antifaschistischen Lifestyle & nazifreie Strassen!

Am 22. September 2007 will die NPD Düren in Kooperation mit mehreren regionalen neonazistischen “Kameradschaften” durch Düren demonstrieren. Diese Aktion wäre der erste Aufmarsch von Nazis in Düren seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit ihren Motto: “Gegen Ausländerkriminalität und Inländerfeindlichkeit – Düren darf nicht multikriminell werden” inszenieren sich die Neofaschisten als “Opfer”, um die Verantwortung für ihre rassistische Hetze zu verschleiern. Mit ihrem Aufmarsch unterstreichen sie ihren Anspruch auf die Beherrschung der Straßen in Düren und Umgebung.

Die Naziszene in der Region Düren ist seit etwa einem Jahr eine der aktivsten extrem rechten Zusammenhänge in NRW. Zahlreiche NPD-Infostände in verschiedenen Städten und Gemeinden fanden in der Region statt. Tatsächliche und vermeintliche politische GegnerInnen der Neonazis werden bedroht und bedrängt. Die Kneipe “Gütershop” am Rande der Dürener Innenstadt hat sich zu einem festen Treffpunkt (nicht nur) der regionalen Neonazi-Szene entwickelt. In der Gaststätte finden so genannte “Stammtische”, “Liederabende” und andere Veranstaltungen der NPD statt. Zu diesen versammelten sich teilweise über 100 Neonazis, die nicht nur aus der Region Aachen / Düren stammten, sondern teils aus ganz NRW und sogar dem benachbarten Ausland nach Düren anreisten.

Die organisierte extreme Rechte tritt zunehmend selbstsicher auf, was sich auch in vermehrten Übergriffen auf AntifaschistInnen und MigrantInnen niederschlägt.
Für die extreme Rechte hat der Aufmarsch gleich mehrfache Bedeutung: So stellt er für die NPD den im Rahmen der von ihr propagierten “Drei-Säulen-Strategie” den symbolischen Kampf um die Straße dar und bietet zudem eine Möglichkeit, sich medial zu inszenieren. Neben diesem gehören noch der “Kampf um die Köpfe” und der “Kampf um die Parlamente” zum Drei-Säulen-Konzept der NPD. Erklärtes Ziel der Partei ist, bei der Kommunalwahl 2009 auch im Kreis Düren die kommunalen Parlamente einzuziehen. In der Region Aachen sitzen Neofaschisten bereits in den Stadträten von Stolberg, Alsdorf, Erkelenz und den Kreistagen von Aachen und Heinsberg. Der Aufmarsch in Düren erzeugt eine “braune Erlebniswelt”, die vor allem dazu dient, jüngere AnhängerInnen von NPD und “Kameradschaften” enger an die Nazi-Szene zu binden.
Ein entschlossener Widerstand, der den Nazis den Tag so unbequem wie möglich macht, und deutlich zeigt, dass die Straßen dem brauen Mob nicht überlassen werden, wird die effektive Bekämpfung der extremen Rechten in der Region Düren voranbringen. Ein Ignorieren des Aufmarsches oder kilometerweit entfernte Gegenveranstaltungen werden der Wirkung des NPD-Aufmarsches allein nichts entgegensetzen. In diesem Sinne rufen wir dazu auf, das Sofa leer zu lassen und stattdessen auf nazifreien Straßen spazieren zu gehen.

Nach dem Aufmarsch ist vor dem Aufmarsch!
Einem antifaschistischen Engagement, das sich auf Gegenreaktionen bei öffentlichen Naziveranstaltungen begrenzt, wird zwar, wie Sisyphus, niemals die Arbeit ausgehen. Aber es auch nicht den Berg – bestehend aus Faschismus, Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und vielen anderen Herrschaftsstrukturen auf dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft überwinden können. Darum kann es nur gelten alle Formen der Herrschaft und der Unterdrückung zu bekämpfen und hier und jetzt konkret die Perspektive einer befreiten Gesellschaft einzutreten.

Lassen wir den brauen Zug am Samstag gegen die Wand fahren!
Neonazis zurückdrängen – antifaschistische Strukturen stärken!
22. September 2007 | 10 Uhr | Bahnhofsvorplatz Düren